Cuvée oder Assemblage

Was ist der Unterschied zwischen einer Cuvée und einer Assemblage?

Cuvée oder Assemblage – alles ein und dasselbe, oder etwa doch nicht?

Wussten Sie eigentlich, dass der Begriff Assemblage seinen Ursprung im Bereich der Kunstgeschichte hat? Gemeint ist das Arrangieren von verschiedenen Elementen zu einem ästhetischen Gesamtbild, wobei dem harmonischen Zusammenspiel der einzelnen Elemente eine tragende Rolle zu Teil wird.

Da das Weinkeltern ebenfalls eine hohe Kunst ist, liegt es auf der Hand, dass das Wort „Assemblage“ auch bei den Winzern in aller Munde ist. Gemeint ist damit, dass die Trauben zunächst separat vinifiziert und erst anschliessend miteinander verheiratet werden. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass der Geschmack einer Assemblage über Jahre hinweg in einem ähnlichen Rahmen gehalten werden kann, selbst, wenn das Weinjahr vielleicht einmal grundlegend unterschiedlich zum Vorjahr ausgefallen sein sollte.

Ganz im Gegenteil zu der Cuvée: Bei dieser werden die Trauben nämlich sofort miteinander vergoren. Eine rechtlich eindeutige Trennung bei der Bezeichnung gibt es aber bis heute nicht.

Und deswegen sind die beiden Cuvées Madame Rosmarie Mathier AOC weiss und rot des dreifachen besten Schweizer Winzers des Jahres aus Salgesch von der Herstellungsweise her im Grunde genommen eine Assemblage.

Denn laut dem Walliser Erfolgswinzer verhalte es sich mit einer Assemblage ein bisschen wie mit einem Chor und dem Solisten: Während der Chor viel kraftvoller auftreten und dadurch natürlich deutlich mehr Tiefe und Breite liefern könne, wisse der einzelne Sänger allein mit seiner reinen, klaren Stimme zu begeistern.

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