Humagne Rouge Ferdinand Mathier

Heute erzähle ich euch etwas über den autochthonen Walliserwein Humagne Rouge Ferdinand Mathier. Angebaut wird er in Conthey und Sitten auf Hügeln aus Schuttmaterial und eher mageren Böden, welche durch den Gletscher entstanden sind. Nach der Ernte wird die Gärung in Vinimatics vollzogen, damit eine optimale Temperaturkontrolle gewährleistet ist. Ein Vinimatic ist übrigens ein geschlossener Gärtank mit rotierenden Schaufeln, die von aussen mit Wasser gekühlt werden und funktioniert im Vergleich ähnlich wie ein Teigmischer. Vinimatics werden einesetzt um die Extraktion des wertvollen Traubensafts während der Mazertation sowie das Oxidationspotential zu minimieren. Nach der Gärung wird der Humagne rouge während 15 bis 18 Monaten in französischen Eichenfässer verfeinert. Der Humagne rouge mit seiner weinroten Robe ist ein typischer, körperreicher Wein. Seine Nase ist sehr ausgeprägt und wird durch die Barriquevinifikation mit einem leichten Vanilleduft abgerundet. Im Gaumen angenehm und betont durch einen Geschmack von Cassis. Sein rustikaler Charakter wird durch den Reifungsprozess noch verfeinert und veredelt. Je nach Güte des Jahrgangs und der Qualität des Weinkellers kann er bis zu 8 Jahre gelagert werden. Wir empfehlen ihn bei ca. 16 Grad zu geniessen. Er passt perfekt zu Wild, Rind-, Lammfleisch und Käse. Wie wäre es mit einem Gemsmedaillon mit Wildkräuter und Preiselbereen auf Spätzli?

Der Humagne rouge ist durch die Walliser zu seinem Namen gelangt. Und zwar durch eine ganz simple Art, Humagne rouge wird von Vinum Humanum, ein Wein gut für den Menschen, abgeleitet. Auf diese einfache Art hat die ortstypische Rebsorte ihren Namen erhalten.

Das menschliche Auge zählt zu den wichtigen Sinnesorganen für die Weindegustation, da die Farbe und die Erscheinung schon ein gutes Bild über das Alter, die Art und die Gattung eines Weines geben. Der Humagne rouge ist speziell, weil man eine markante, jahresabhängige Färbung sieht. Als Rebbauinspektor hat Ferdinand Mathier, der Urgrossvater von Diego, eine Vielzahl der unterschiedlichen Rebbergen beäugt. Er hat damals schon die Bedeutung der Abstimmung zwischen Rebsorte und Terroir erkannt und hat die besten Lagen des Wallis in unseren Familienbesitz gebracht. Seine Augen und der Weitblick haben die Basis für die super Weine gebildet, die die Familie Mathier heute produziert.

Zum Wohl, viel Spass beim Geniessen und bis zur nächsten Flasche.

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