Pinot Noir

Pinot noir – der Gentleman aus Salgesch

Macht in Salgesch der Wein die Musik, spielt der Pinot noir die erste Geige. Wie ein Gentleman, elegant, geschmeidig und filigran. Die Geige verlangt einen feinen Umgang, Fingerspitzengefühl und viel Geduld. Eigenschaften eben, die einen richtigen Gentleman auszeichnen. Und genau diese Attribute braucht auch der Winzer. Er ist gefordert, wenn er die empfindliche Rebsorte Pinot noir erfolgreich ins Glas bringen will. Denn sie ist nicht nur grosszügig, glanzvoll – sie ist auch störrisch, ruft fast nach einem sechsten Sinn.

Pinot noir – alt und rätselhaft

Der Pinot noir ist einer der ältesten (über 2000 Jahre alt) und bekanntesten Rotweine – und die Rebsorte ist rätselhaft. Bis heute ist nicht vollständig erwiesen, wo genau die Wurzeln des Rotwein-Königs liegen. Die Pinot Noir-Rebe stammt in fast direkter Line von einer Wildrebe ab. Im französischen Burgund war sie schon im 4. Jahrhundert bekannt. Sie ist eine klassische Rotweinqualitätssorte, die kühlere Weinbaugebiete bevorzugt.

Pinot noir – auch Blauburgunder oder Klevner genannt

Der Name Pinot noir (in der Schweiz auch Blauburgunder oder Klevner genannt) ist übrigens abgeleitet vom Französischen «pin» (Fichte), die klassische Traubenform gleicht ja einem Fichtenzapfen. Wahrscheinlich wuirde der Pinot noir 1848 in Sitten VS erstmals angebaut. Weitere Synonyme sind Morillon Noir, Blauer Spätburgunder, Clävner, Clevner, Klävner, Klebrot, Pignola, Pinot Negro und Spätburgunder.

Der Pinot noir – leuchtend seine Farbe

Die zapfenförmigen Trauben mittlerer Größe wachsen sehr dicht und reifen mittelspät. Ihre dunkelblaue bis violette Schale weist einen hohen Anteil an Farbpigmenten auf, was die intensive Farbe des Spätburgunders erklärt. Die Weine sind auch von tiefem, leuchtenden Rot. Diese Qualität findet man vor allem im Burgund und in Salgesch. Und der Pinot noir wird noch heute hauptsächlich sortenrein angebaut.

Pinot noir – der Salgescher Terroir hilft

Die empfindliche Rebe mag weder Hitze noch Kälte. Empfindlicher als andere Sorten reagiert sie auf Weinbauern, denen der Sinn allein nach Ertragsmaximierung steht. Entsprechend zahlreich sind die missglückten Pinot-Noir-Weine. Mit Rübenzucker aufgepeppt, dünn und grasig. Die Rebe bevorzugt gemässigtes bis kühles Klima. Besonders willkommen sind ihm Hochlagen. Das Weingebiet von Salgesch gehört zu den besten Blauburgunder-Terroirs. Die Böden sind kalkhaltig bis extrem kalkhaltig. Der Pinot Noir ist hier die dominierende Rebsorte: Über 30 Weinbetriebe bepflanzen 70 Prozent der 203 Hektaren mit Pinot noir. Salgesch ist daher stolz auf sein einzigartiges Terroir und war die erste Gemeinde, die die Anforderungen des Labels «Grand Cru» im Wallis für die Rebsorte Pinot Noir einführte – eine zusätzliche Qualitätsgarantie. Sie ist mit einer Rebfläche von rund 4000 Hektaren auch die meistangebaute Varietät der Schweiz. Weltweit sind es rund 105 480 ha. Der Pinot noir belegt damit im weltweiten Rebsorten-Ranking auf Platz 10.

Trotz allem – der Pinot noir bleibt sensibel

Auch das beste Terroir hilft nicht, der Winzer muss sein Handwerk bestens beherrschen. Er bringt Weine von sehr unterschiedlichen Ausdrucksformen hervor, was durch die grosse Terroir-Vielfalt im Wallis begünstigt wird. Der Ertrag der Rotweinrebe ist mittel bis hoch, das Beerenfleisch reich an Saft. Ihre dünne und feine Schale macht die Traube empfindlich gegenüber zu hohen und zu niedrigen Temperaturen. Noch schwieriger wird ihr Anbau: Sie ist stark anfällig gegenüber diversen Krankheiten – darunter auch Botrytis, Chlorose, Mehltau und Viruskrankheiten.

Pinot noir – dank Visonär Ferdinand Mathier

Die Wurzeln des heutigen Weinguts Adrian & Diego Mathier Nouveau Salquenen AG hat Ferdinand Mathier gelegt. Der Urgrossvater von Diego Mathier. Der Rebbau-Inspektor verstand die Wichtigkeit des Terroirs die besondere Bedeutung der Reblage und des Mittelwalliser Mikroklimas. Dank seiner Initiative wurde bereits sehr früh in den besten Lagen Pinot noir und der altehrwürdige Cornalin gepflanzt.

Erste Tropfenbewässerung – dank Adrian Mathier

Adrian Mathier benützte 1985 erstmals im Wallis  – in der Domaine Ambassador – 1985 die schonende Tröpfchenbewässerung. Streng wird die Menge reduziert – einen halben Liter Ambassadeur pro Quadratmeter Reben! Sämtliche Trauben werden von den Stielen getrennt und nur die abgebeerten Trauben werden in der alkoholischen Gärung auf tiefer Temperatur zu Wein vergoren. Nach der alkoholischen Gärung wird dieser Pinot Noir während 15 Monaten in 80 Prozent neuen französischen Barriques (Eichenfässer) ausgebaut.

Ambassadeur mit Diego Mathier – der erfolgreichste Pinot noir

Abgefüllt in der Flasche hat der Ambassadeur der Domaines Diego Mathier ein grosses Lagerpotential. Der Ambassadeur ist der erfolgreichste Schweizer Pinot noir am Mondial des Pinots. Mit 20 Jahrgängen in Serie wurde er mit einer Goldmedaille prämiert. 2020 erhielt der Ambassadeur den Preis als Grand Maestro, die Auszeichnung zum besten Pinot Noir der Welt (Weltmeister). Die Farbe ist intensiv, mit tiefroten Schattierungen. In der Nase duftet der Ambassadeur nach reifen Früchten und zerdrückten Erdbeeren, begleitet von Noblesse und Eleganz der Eiche. Im Gaumen schmeicheln die seidigen und teilweise zergangene Tannine angenehm

Pinot noir – der grosse Verschnittpartner

Neben der Rotweinsorte Pinotage (Kreuzung von Pinot noir und Cinsault) ist im Wallis auch der Diolinoir bekannt. Die Schweizer Neuzüchtung der Agroscope in Pully entstand 1970 durch Befruchtung von Robin Noir (im Wallis auch Rouge de Diolly genannt) mit Pollen der Pinot Noir. Nach neuester Genforschung ist der Gwäss (von Gouais Blanc, deutsch Heunisch ) die älteste mit Namen bekannte Rebsorte der Welt. Gwäss mit dem Pinot noir gekreuzt sind die Eltern rund 16 verschiedene Rebsorten wie etwa Chardonnay und Gamay. Aus dem Pinot noir mutiert ist auch der Pinot gris (Grauburgunder, Malvoisie im Wallis), der durch sei­ne kup­fer­far­bige Bee­ren noch ent­fernt an sei­ne Abstam­mung vom Pinot Noir erin­nert. Im Verschnitt mit den Rebsorten Chardonnay und Pinot Meunier ist er die Basis des «Standard-Champagner-Rezepts».

Dôle – die Fusion von Pinot noir und Gamay

Mit dem Namen «Dôle» benannte der Genfer Botaniker Augustin Pyramus de Candolle im frühen 19. Jahrhundert die Rotweinrebsorte Gamay aus der französischen Stadt Dole (Departement Jura). Die ersten Rebstöcke kamen 1850 ins Wallis. Der ursprünglich mit der Rebsorte Gamay verbundene Name «Dôle» bezeichnete später eher den Pinot noir, bevor sich der Name endgültig auf die Walliser Fusion beider Gewächse bezog. Die Bezeichnung «Dôle» ist seit 1959 geschützt. Er stammt nur aus dem Kanton Wallis und ist die Rotwein-Assemblage der Schweiz. Er ist eine Mischung von mindestens 85 % aus den Rebsorten Pinot noir und Gamay, sowie maximal 15 % anderen Sorten wie Syrah, Humagne rouge und Cornalin. Dem «Sang de l'Enfer» von Diego und Adrian Mathier verleiht der Pinot noir Rasse, Noblesse und sein Bouquet. Der Gamay zeichnet für die Fruchtigkeit und Robustheit.

La Matze – Diego Mathiers Rosé-Weltmeister

Œil de Perdrix (französich für «Rebhuhnauge» ist ein lachsfarbener Roséwein der aus Pinot-Noir-Trauben gekeltert wird. Der Begriff ist in der Schweiz gesetzlich geschützt. Der Œil de Perdrix, ursprünglich im Kanton Neuenburg gekeltert, wird längst auch im Wallis produziert. Die Bezeichnung «Œil de Perdrix du Valais» gilt seit 1963 explizit für einen Roséwein aus Pinot Noir. Der Œil de Perdrix «La Matze» von der Kellerei Adrian und Diego Mathier Nouveau Salquenen wurde 1986 und 2021 als weltbester Rosé ausgezeichnet. Der Wein wird zu 100 Prozent aus Pinot-Noir-Trauben gemacht, frühzeitig von der Maische abgezogen. Mann nennt dies «Tête de Cuvée».

Der Dôle blanche – Diego Mathiers Frauenfreude

Der weisse Dôle (französisch La Dôle blanche) ist ein weissgekelterter Walliser AOC-Rosé aus den gleichen Rebsorten wie der Dôle. Für diesen Sommerwein werden die roten Trauben ohne deren Haut gepresst. Das Traubengut (Pinot noir und Gamay) steht nur kurz auf der Maische. Gewinnt so die typische helle Farbe und die feinen Extrakte. Anschliessend wird er süss gepresst.

Pinot Noir - AmbassadeurAmbassadeur

Ambassadeur

An der Nase duftet der Ambassadeur nach reifen Früchten und Erdbeeren, die volle Noblesse und Eleganz von der Eiche begleiten das Trinkvergnügen. Im Gaumen zeigt er sich rund und entschlossen. Die seidige Tanninstruktur schmeichelt angenehm. Er ist ein perfekter Begleiter zu Kalbs-, Lamm-, Rind-, und Wildfleisch.

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Pinot Noir - Oeil-de-PerdrixOeil-de-Perdrix La Matze

Oeil-de-Perdrix La Matze

Unser Oeil-de-Perdrix La Matze ist trocken, mit einer schönen Säure. Der Wein ist elegant und gehaltvoll, seine Harmonie ist bestechend, weshalb er super zu rotem Meeresfisch, Geflügel und Schweinefleisch passt.

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Pinot Noir - LuciferLucifer

Lucifer

Unser Lucifer hat eine schöne rubinrote, starke Farbe und sein Bouquet erinnert an rote Früchte und Süssholz. Er hat eine sehr angenehme Tanninstruktur die sich im Gaumen rund, harmonisch und seidig präsentiert. Perfekt passt er zu Kalbsfleisch, Schweinefleisch, Wildfleisch und Bergkäse.

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Pinot Noir - Nouveau SalquenenNouveau Salquenen

Nouveau Salquenen

Unser Pinot Noir Nouveau Salquenen ist ein eleganter, harmonischer Pinot Noir. Mit seinen samtig weichen Tanninen zeigt er seine Klasse und sein Bouquet erinnert an reife, rote Früchte. Er ergänzt sich perfekt zum Apéro, Geflügel, Kalb- und Schweinefleisch, mediterranen Teigwarengerichten und Pizza.

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Pinot Noir - Réserve de SalquenenRéserve de Salquenen

Réserve de Salquenen

Der Réserve de Salquenen präsentiert sich sortentypisch mit roten Kirschen in der Nase und langanhaltenden Aromen im Gaumen. Perfekt kombinieren kann man ihn zu Wild, Lamm, Kalbfleisch, Geflügel und Hartkäse.

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Pinot Noir - Réserve de la familleRéserve de la famille

Réserve de la famille

Der Réserve de la famille zeigt die elegante Frucht des Pinot Noirs mit einer dezenten Unterstützung des Barriqueausbaues. An der Nase rote Kirschen. Im Gaumen langanhaltende, seidige Tannine. Er passt perfekt zu Wild, Lamm, Kalbsfleisch, Geflügel und Hartkäse. 

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Pinot Noir - Non filtréNon Filtre Oskar Mathier

Non Filtre Oskar Mathier

Eine würzige Nase von reifen Kirschen und Cassis reizen zum Degustieren an. Im Mund hat er einen fruchtigen Auftakt und man riecht die feinen Tannine, die sich im Gaumen angenehm entwickeln. Alles in allem ist der non filtré harmonisch und ausgewogen, die Frucht des Pinot noir kommt voll und ganz zum Tragen. Er passt perfekt zu Kalbs-, Schweine-, Rindfleisch, Wild und Käse. 

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Pinot Noir - GemmaGemma Saphir

Gemma Saphir

Unser Gemma Saphir hat eine tiefrote Rubinfarbe kombiniert mit einer sehr komplexen Nase, die an rote Früchte und ausgereifte Pflaumen erinnert. Im Gaumen warm und abgerundet durch natürliche Restsüsse. Die komplexe Struktur wird von einer angenehmen Säure unterstützt. Perfekt passt er zu Süssspeisen mit Schokolade und Beeren, wie einer Schwarzwäldertorte oder einem leckeren Hartkäse.

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Pinot Noir - HospicesHospices

Hospices

Der Hospices besticht mit seiner rubinroten Farbe. Das akzentuierte Bouquet erinnert an reife Waldbeeren. Im Gaumen präsentiert er sich abgerundet und fruchtbetont. Die milden Tannine vervollständigen diesen trinkreifen Pinot Noir zu höchster Güte. Er passt perfekt zu Kalb- und Schwinefleisch, Geflügel und Hartkäse.

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Dole - Sang de l'enferSang de l'enfer

Sang de l'enfer

Der Pinot Noir verleiht diesem Wein seine Rasse, seine Noblesse und sein Bouquet, wohingegen der Gamay für die Fruchtigkeit und die Robustheit dieses edlen Tropfens verantwortlich ist. Der Sang de l’enfer ist perfekt kombinierbar mit Geflügel, Kalb und Schweinefleisch und walliser Spezialitäten wie Bergkäse und Trockenfleisch.

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Pinot Noir - Folie à Deux demi sec Folie à Deux demi sec

Folie à Deux demi sec

Unsere «Deux», der trockene Brut und der liebliche Demi-sec, unterscheiden sich im Charakter und ihrer Erscheinung. Aber gemeinsam wird gefeiert... In der Nase gefällt seine ausgeprägte Frucht. Die feinen prickelnden Bläschen der Flaschengärung begeistern im Gaumen. Die Restsüsse rundet den bezaubernden Charakter des Folie à deux Demi-sec ab.

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Pinot Noir - Folie a Deux brutFolie à Deux brut

Folie à Deux brut

Unsere «Deux», der trockene Brut und der liebliche Demi-sec, unterscheiden sich im Charakter und ihrer Erscheinung. Aber gemeinsam wird gefeiert... In der Nase gefällt er mit seiner ausgeprägten Frucht. Die feinen prickelnden Bläschen der Flaschengärung begeistern im Gaumen. Trocken und elegant besticht der edle Charakter des Folie à Deux brut.

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Headerbild: © Olivier Maire