Dôle

Dôle – der Salgescher aus der Hölle

Wer Weine liebt, der kennt den Dôle. Ein Wein, der in keinem Restaurant, in keinem Händlerregal fehlen darf. Geerntet und vinifiziert wird er nur im Wallis. Der Dôle wurde in Salgesch gross – jetzt erlebt er eine Neugeburt.

Dôle – seit 1959 als Walliser geschützt

Es gibt keine Traubensorte, die Dôle heisst. Mit dem Namen «Dôle» benannte der Genfer Botaniker Augustin Pyramus de Candolle im frühen 19. Jahrhundert die Rotweinrebsorte Gamay aus der französischen Stadt Dole (Departement Jura). Die ersten Rebstöcke kamen 1850 ins Wallis. Der ursprünglich mit der Rebsorte Gamay verbundene Name «Dôle»  bezeichnete später eher den Pinot noir, bevor sich der Name endgültig auf die Walliser Fusion beider Gewächse bezog.

Dôle – der bekannteste Rotwein der Schweiz

Die Bezeichnung «Dôle» ist also die reservierte Bezeichnung für den wohl bekanntesten Rotwein der Schweiz. Dôle ist eine Assemblage (Verschnitt von unterschiedlichen Rebsorten oder Lagen oder Jahrgängen miteinander) – bis 2021 war für den Dôle AOC ein Gehalt von mindestens 85 Prozent Pinot Noir und Gamay vorgeschrieben.

Dôle – seit April 2021 mit neuer Rezeptur

Auf Antrag des Branchenverbandes Walliser Weine hat der Walliser Staatsrat die Rezeptur im April 2021 geändert. Er akzeptierte den Antrag des Branchenverbandes, den Gehalt von Pinor noir und Gamay  auf 51 Prozent zu senken. Wobei der Pinot- Noir-Anteil weiterhin überwiegen muss. Das gibt dem Winzer mehr Freiheit bei der Assemblage.

Und fördert so gleichzeitig andere rote Rebsorten (Syrah, Humagne rouge und Cornalin). Ein weiterer Grund für die neue Rezeptur ist der veränderte Geschmack des jüngeren Publikums. Die neue Verordnung überlässt den Einkellern ab dem Jahrgang 2021 die Wahl, das bisherige Rezept beizubehalten oder es an die neuen Kriterien anzupassen.

Dôle – unter strenger Aufsicht

Das Walliser Gesetz schreibt für den Dôle bzw. Pinot noir AOC du Valais ein Mindest-Mostgewicht von 83° Oechsle und Ertragsgrenzen von 0,8 kg pro m2 oder 0,86 Liter pro m2 vor, für den Dôle bzw. Pinot noir Grand Cru bzw. GC du Valais von 91,9 °Oechsle und von 0,8 kg pro m2 oder 0,64 Liter pro m2. Alle Rebsorten des Dôle Grand Cru entsprechen den Anforderungen der Walliser Rotweine der Kategorie des Grand Cru.

Dôle – die Salgescher Hölle machts

Die Sage erzählt die Geschichte von Rittern, die in Salgesch einst die Johanniter-Brüder besuchten. Man offerierte ihnen Wein aus den eigenen Reben. Er war so gut, dass einige zuviel Durst hatten. Als die Herren wieder verreisen wollten, wussten sie nicht mehr, was beim Pferd vorn und hinten war. Erstaunt fragten sie: «Was habt ihr uns da für Wein gegeben, das ist ja richtiger Höllenwein.» Daher soll der Höllenwein seinen Namen haben.

Dôle – das Höllenblut von Adrian und Diego Mathier

Die sonnenverwöhnte Reblage der Gemeinde Salgesch, aus der unser Dôle «Sang de l'enfer» stammt, ist im Kataster als «Hölle» eingetragen – einer der allerbesten Reblagen des Weindorfes Salgesch. Die kalk- und magnesiumhaltigen Böden bilden die optimale Grundlage zum Kultivieren von Pinot Noir.

Geringere Erträge wie auch ein durchschnittlicher Zuckergehalt von 98° Oechsle sind Voraussetzungen für den Dôle de Salquenen. Die verlängerte Gärung durchläuft eine optimale Temperaturkontrolle und eine Aufbereitung im Tank während 6 Monaten.

Dem «Sang de l'enfer» verleiht der Pinot noir Rasse, Noblesse und sein Bouquet. Der Gamay zeichnet für die Fruchtigkeit und Robustheit.

Dôle Blanche FrauenfreudeDôle Blanche Frauenfreude

Dôle Blanche Frauenfreude

Unser Dôle blanche Frauenfreude überzeugt mit seinem blumigen Bouquet, seinen charmanten Fruchtaromen und einer angenehmen Restsüsse im Gaumen. Er ist super kombinierbar mit Krustentieren und Salz- sowie Süsswasserfisch, zum Apéro an einem lauen Sommerabend oder einfach so um den Durst zu stillen.

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Dole - Sang de l'enferDôle Sang de l'enfer

Dôle Sang de l'enfer

Der Pinot Noir verleiht diesem Wein seine Rasse, seine Noblesse und sein Bouquet, wohingegen der Gamay für die Fruchtigkeit und die Robustheit dieses edlen Tropfens verantwortlich ist. Der Sang de l’enfer ist perfekt kombinierbar mit Geflügel, Kalb und Schweinefleisch und walliser Spezialitäten wie Bergkäse und Trockenfleisch.

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Headerbild: © Olivier Maire