Johannisberg

Johannisberg – der Walliser Sonntagswein

Johannisberg ist kein Sorten-, sondern ein Weinname! Er bezeichnet den Walliser Wein, der aus der Traubensorte Sylvaner gewonnen wird. Der Sylvaner ist hinter dem Chasselas (Fendant) die zweitwichtigste Weissweinsorte im Wallis. Die «Gros Rhin», wie die Sorte im Wallis in Unterscheidung zum «Petit Rhin» (Riesling) auch genannt wird, erweist sich auch in klimatischen Randlagen als relativ ertragssicher.

Johannisberg – woher kommt der Name?

Die Sylvaner-Traube kommt wohl ursprünglich aus Transsylvanien, dem heutigen Rumänien. Sie wuchs entlang der Donau. Der Name Johannisberg stammt vom gleichnamigen Schloss im deutschen Rheingau, dem ältesten Riesling Rebgut der Welt. Schloss Johannisberg,wurde um 1100 als Benediktinerkloster gegründet. Die Mönche widmeten sich von Anfang an dem Wein. Das Schloss Johannisberg behauptet, im Jahr 1775 die ersten Spätleseweine gekeltert zu haben – Beweise liegen aber keine vor.

Johannisberg – im Wallis seit 1862

Feldweibel François-Eugène Masson war 1847 nach Beendigung des Sonderbundkriegs mit einer Waadtländer Kompanie auf dem Heimweg. Er übernachtete in der Nähe von Sitten. Im Jahr darauf kehrte er zurück, kaufte sich steiles Land in Pont-de-la-Morge und pflanzte Reben. Massons Sohn Georges besuchte 1870 im Rheingau das Schloss Johannisberg der Fürsten von Metternich. Er brachte Rebstecklinge der Sorte Sylvaner oder Riesling nach Hause, Der Johannisberg wurde im Wallis erstmals im Jahr 1862 erwähnt. Damals bezeichnet er die Rebsorte Riesling. Ab 1928 kehrt der Sprachgebrauch diese Benennung um: Seit dieser Zeit wird im Wallis der Name Johannisberg nur noch für den Sylvaner (Gros Rhin) verwendet.Er ist eine natürliche Kreuzung der Sorten Savagnin Blanc (Heida im Wallis, Traminer im Tirol) und Österreichisch Weiss zurückzuführen.

Johannisberg – seit 1966 geschützt

Johannisberg ist im Wallis seit 1966 eine geschützte Bezeichnung. Die «Gros Rhin», wie die Sorte im Wallis in Unterscheidung zum «Petit Rhin» (Riesling) auch genannt wird, erweist sich in klimatischen Randlagen als relativ ertragssicher. Die Kehrseite ist, dass sie dabei häufig nur ungenügend reife Trauben hevorbringt. Die Behörden haben seinen Anbau ab 1985 beschränkt: So haben nur noch Sylvaner Trauben, die in der erste Zone (Leytron, Chamoson und Sitten) reifen, Anrecht auf die Appellation. Der «Johannisberg» darf nur noch in diesen drei drei Walliser Rebzonen angepflanzt werden. Dadurch hat der Anbau um die Hälfte auf zirka 220 Hektar abgenommen. Für einen typischen Johannisberg sollte der Traubenmost mindestens 95 Grad Oechsle wiegen. Das entspricht einem Alkoholgehalt von rund 13 Volumenprozent – ein stolzer Wert für einen Weisswein, doch für einen wahrhaftigen Sonntagswein genau das Richtige!

Johannisberg Weidmannstrunk – Hommage an Onkel 

Der  Weidmannstrunk wird in Chamoson, Sitten und Leytron angebaut. Seine hervorragenden Eigenschaften entfaltet dieser Johannisberg auf trockenem, kieshaltigem Boden. Seine rechhaltige Fülle und der sortentypische, charmante Geschmack begeistert. Der trockene Abgang vervollständigt die Harmonie von unserem Johannisberg. Idealerweise trinkt man den Johannisberg innerhalb von 3 Jahren bei ca. 8-10 Grad. Wie bei all unseren Weinen, spiegelt sich auch beim Johannisberg die Geschichte hinter dem Wein auf dem Etikett wider. Ein verstorbener Onkel von Adrian, ein leidenschaftlicher Jäger, war ebenfalls ein engagierter Weinbauer in Salgesch. Nach seinem Tod hat man den Wein Weidmannstrunk getauft und einen Fasan aufs Etikett gedruckt. Er war sein Lieblingswein, er durfte auf keiner Pirsch fehlen. 

Ambassadeur fumé – Diegos spezieller Sylvaner

Der Ambassadeur fumé, der delikate Weisswein in der wunderschönen Flasche, wird in Chamoson auf steinigem Boden angebaut. Dieser Boden speichert im Herbst die Sonnenstrahlen, gibt die wertvolle Wärme den Reben zurück. Seine optimale Reife erhält er nach ca. 6 bis 9 Monaten im Barrique. Die Komplexität dieses Weines ist enorm. Frische, eine für Weisswein ungwohnte Note von Gerbstoffen und die Vanillenoten von der Barriquevinifikation ergänzen sich auf phantastische Art. Das Bouquet des Amabssadeur fumé hat eine feine Holznote und ist gleichzeitig sehr fruchtbetont. Er überzeugt mit seinem langen, intensiven Abgang. Der Ausbau im Eichenfass und die Gerbstoffe schaffen ein grosses Lagerpotential von bis zu 5 Jahren. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 8 und 10 Grad.

Ambassadeur fumé – vinifiziert wie ein Rotwein

Fünf Jahre hat Diego Mathier mit seinem Team experimentiert, um diesen Wein neuartig zu vinifizieren. Der Ambassadeur fumé vollzieht eine Mazertation auf der gekühlten Maische. Während diesem Prozess entnimmt er der Beerenhaut wertvolle Aromen und Strukturen – dann erst setzt die Gärung ein. Anschliessend wird er gepresst, in einem neuen Barrique vergoren und auf der Hefe ausgebaut. Diese Vinifikation ist normalerweise nur für Rotweine vorgesehen, aber dieser Wein ist ein vorzügliches Beispiel für die innovative Ader der Familie Mathier.

Ambassadeur Fume Gros Rhin de ChamosonAmbassadeur Fume Gros Rhin de Chamoson

Ambassadeur Fume Gros Rhin de Chamoson

 

Frische, der für Weissweine ungewohnte Gerbstoff und die Vanillenoten der Barriquevinifikation ergänzen sich auf phantastische Art. Das Bouquet des Ambassadeur Fumé hat eine feine Holznote und ist gleichzeitig sehr fruchtbetont. Er überzeugt mit seinem langen, intensiven Abgang. Ideal kombinieren lässt sich der fumé zu Meeresfischen, Krustentieren, Räucherfischen und Geflügel.

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Johannisberg WeidmannstrunkJohannisberg Weidmannstrunk

Johannisberg Weidmannstrunk

 

Die reichhaltige Fülle des Johannisberg Weidmannstrunk und sein sortentypischer, charmanter Geschmack begeistern. Durch seinen trocken Abgang ist er ein idealer Begleiter zu vielen Speisen. Eine feine Kombination ist mit leckeren Käsespezialitäten, Fisch und Meeresfrüchten und mit Spargel und Artischoke.

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Headerbild: © Olivier Maire