Viognier

Viognier – die Walliser Extravaganz

Ein Weisswein wie selten einer. Der Viognier hat einen grosszügigen Körper, der im bescheidenen Rahmen angebaut wird. Er ist die wichtigste Traubensorte bei den weissen Rhône-Weinen. Aus ihr wird der bekannte Château Grillet produziert, wie auch der Condrieu. Viognier-Weine zeigen kräftige, oft strohgelbe Farben und haben einen hohen Alkoholgehalt. Charakteristisch ist jedoch der Duft von Aprikosen, Pfirsiche und die florealen Noten. Im Wallis ist er noch jung – und kommt noch extravagant daher.

Viognier – vom Sterbebett zum Neustart

Nach der Reblauskrise Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele der schwer zu bearbeitenden Steillagen aufgegeben. 1968 waren nur noch 14 ha Rebfläche mit Viognier bestockt. Mitte der 1980er Jahre erlebten die Rhône-Weine eine Renaissance. Davon fast alle in der nördlichen Rhône, in den Appellationen Château-Grillet, Condrieu und Côte Rôtie. Diese Weine wurden in den 1990er-Jahren begehrt, der Viognier erlebte eine Renaissance. Heute ist die Sorte weltbekannt und die Rebfläche nimmt stetig zu.

Viognier – vom Neustart zur Euphorie

In Condrieu entwickelte sich der Bestand von 8 ha (1968) über 20 ha (1980) auf 108 ha im Jahr 2000. Dies entspricht jedoch gerade der Hälfte der zugelassenen Fläche. Die Viognier erfreut sich wachsender Beliebtheit auch ausserhalb der nördlichen Rhône. In den 1990er Jahren brach eine regelrechte Viognier-Euphorie aus. Die Schweiz hat sich davon nur spärlich anstecken lassen. Heute wird die Viognier ebenfalls entlang der jungen Rhône angebaut, in den Kantonen Genf, Waadt und Wallis. In der Schweiz liegt die bestockte Rebfläche bei 41,2 Hektar (Stand 2013). Die Rebsorte reift 15 bis 20 Tage nach dem Fendant und gilt somit im internationalen Vergleich fast noch als früh reifend. Die Sorte ist anfällig gegen den Echten Mehltau, kommt aber gut mit der Trockenheit in den Sommermonaten zurecht.

Viognier – vom Eichenfass zum Stahltank

Als Alternative zum Chardonnay war der Viognier mit einem Mal wieder in Mode. Und doch bleibt diese Sorte – im Unterschied zum Chardonnay – eine Spezialität. Wie Gewürztraminer oder Riesling ist Viognier eine sehr fruchtige, ausdrucksstarke Sorte. Die Weine duften nach Aprikosen, Pfirsichen und Blumen, sind meist kräftig und von tiefgelber Farbe und einer natürlichen Komplexität. Sie erübrigen eine aufwendige Veredelung im kleinen Eichenfass, was beim eher neutralen Chardonnay durchaus erwünscht ist. Die Viognier-Traube ist stets eine gute Alternative zur Chardonnay-Traube. Auch wenn sie bei weitem nicht so populär und aromatisch anders ist, haben in den letzten Jahren immer mehr Winzer den Viognier kultiviert.

Viognier – Walliser Winzer auf Erfolgskurs

Auch die Schweiz will von der Viognier-Euphorie profitieren. Vorab im Wallis haben sich Winzer daran gemacht, die Traditionsrebe neu zu entdecken. «...............», sagt Diego Mathier, Schweizer Winzer des Jahrzehnts. «.........» Viognier ist eine magische Traube, die mit ihrer Aromapalette Nase und Gaumen auf unvergessliche Weise betört.Die Walliser Viognier-Weine brauchen ein Kräftemessen mit der internationalen Konkurrenz nicht zu scheuen. Sie schneiden im Vergleich mit ausländischen Edelmarken gut ab und überzeugen mit einem ausgezeichneten Preis/Leistungs-Verhältnis.

Viognier les Pyramides – Diegos Strahlkraft

Der Viognier Les Pyramides wird an den südlichen Hanglagen angebaut. Auf schieferhaltigem Boden, bedeckt mit Moränen-Ablagerungen. Er wird nach der Ernte klassisch im Edelstahltank vinifiziert, ohne biologischen Säureabbau. An der Nase präsentiert er sich aromatisch mit einer gewissen Note von Pfirsich und Zitrusfrüchten. Im Gaumen ist er vollmundig und grosszügig, mit einer abgerundeten Säure. Der Abgang ist schön langanhaltend und warmherzig. Wir empfehlen den Viognier jung zu trinken. Die empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8 bis 10 Grad. Wir haben ihn aber wieder für uns entdeckt und stellen ihn gerne ins Rampenlicht. Die typischen Aromen der Aprikose und des Pfirsich passen perfekt ins Wallis. Die Vollreifen Trauben sind bei der Ernte goldgelb, darum erscheint die Kapsel in der gleichen Farbe und erinnert an die Ernte. Auf der Etikette sehen Sie die Salgescher Pyramiden. Im Hintergrund schlängelt sich der Rotten durch das Wallis. Mit ihm verbindet sich der Viognier im Wallis mit seinem Ursprungsland.

Viognier Les Pyramides – Dynastie der Pyramiden

Adrian & Diego Mathier Nouveau Salquenen steht für edle Weine. Seit 2001 führen Diego und Nadia Mathier das Familienunternehmen. Verbunden mit der über 600 Jahre alten Tradition entstehen Weine voller Leidenschaft. Die verschiedensten Traubensorten und die grosse Vielfalt der Weine sind die Gipfel für den Gaumen. 1995 hat Diego Mathier mit den «Pinot Noir Les Pyramides » eine neue Weinlinie kreiert. Angelehnt die Pyramiden von Salgesch, auf halber Strecke des Rebenweges nach Siders. Am Fusse der Pyramiden rauscht der Bergbach Raspille. Er ist die Sprachgrenze zwischen dem Ober- und Unterwallis. Durch Erosionen über Jahrtausende sind diese bizarren Pyramiden entstanden. Diese grandiose Kulisse hat uns bei der Kreation der Etiketten dieser Linie «les Pyramides» inspiriert. Dazu gehören seit 2007 die Rotweine Cornalin, Humagne Rouge, Syrah – wie auch die Weissweine Petite Arvine, Amigne, Heida, Humagne Blanc und Viognier.

Viognier Les PyramidesViognier Les Pyramides

Viognier Les Pyramides

 

An der Nase präsentiert sich der Viognier aromatisch mit einer gewissen Note von Pfirsich und Zitrusfrüchten. Im Gaumen vollmundig und grosszügig mit einer abgerundeten Säure. Im Abgang schön langanhaltend und warmherzig. Er passt perfekt zu einem Apéro, als Begleiter zu verschiedensten Vorspeisen oder zu einem feinen asiatischen Gericht.

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Headerbild: ©Giorgio Skory

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