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Frost

Zwischen Dezember und Februar kann Frost im Rhonetal Rebstöcke schädigen, wenn die Temperaturen unter -20 °C fallen.
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Diego Mathier

6. Januar 2025 - 7 min Lesezeit

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Gefrorene Reben in einem Weinberg mit dem Textbanner 'BEITRAG MIT VIDEO' und einem YouTube-Symbol in der Bildmitte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Winterfrost: Tritt im Rhonetal zwischen Dezember und Februar auf; Gefahr ab -20 °C, da Eisbildung in Rebstöcken diese spalten und töten kann. In diesem Jahr bestand dank mildem Winter keine Gefahr.

  • Frühlingsfrost: Schädigt junge Triebe; Ursachen: Windfrost (kalte Nordwinde) und Bodenfrost bei inverser Wettersituation (kalte Luft sinkt, warme steigt).

  • Schutzmassnahmen: Gegen Windfrost kaum möglich; bei inverser Wettersituation können Winzer mit Gebläsen oder Kerzen die Luft am Boden durchmischen.

  • Klimawandel-Effekt: Austrieb erfolgt 2–3 Wochen früher als vor 30 Jahren, wodurch die Frostgefährdung im Frühling länger andauert.

Frost in Zeiten des Klimawandels

Allmählich wird es Frühling in den Walliser Rebbergen. Ein zunehmendes Thema in dieser Jahreszeit ist die Gefahr von Frostschäden. In diesem Video finden Sie einen kurzen Einblick in die verschiedenen Frostarten, dessen Ursachen und was gegen die Frostgefahr in den Walliser Rebbergen unternommen wird.

Salgesch, im April 2023

Zwischen Dezember und Februar kann es im Rhonetal zu Winterfrost kommen. Bei sehr tiefen Temperaturen von -20 Grad und kälter bildet sich im Rebstock Eis, was dazu führt, dass sich der Rebstock spaltet und dadurch abstirbt. Dank des sehr milden Winters bestand dieses Jahres keine Gefahr für Winterfrost.

Die zweite bekannte Frostart ist der Frühlingsfrost, welcher die noch jungen Triebe stark beeinträchtigen und schädigen kann. Dabei sind zwei Ursachen zu unterscheiden. Von Windfrost ist die Rede, wenn kühle Winde aus dem Norden durch das Rhonetal fegen und die Rebstöcke dadurch Minustemperaturen ausgesetzt sind. Eine zweite Ursache kann aufgrund einer inversen Wettersituation entstehen. Wenn sich der Himmel öffnet, steigt warme Luft vom Boden auf und kalte Luft sinkt ab – dieser Vorgang erhöht die Gefahr von Bodenfrost. Während die Winzer dem Windfrost grösstenteils hilflos ausgesetzt sind, gibt es bei einer inversen Wettersituation die Möglichkeit, mittels Gebläse oder Kerzen eine Luftdurchmischung am Boden zu erzielen.

Auch der Klimawandel hat zunehmend Einfluss auf die Frostgefahr im Frühling. Aufgrund der wärmeren Temperaturen findet der Austrieb zwei bis drei Wochen früher statt als dies noch vor 30 Jahren der Fall war – dadurch ist die Zeitspanne, in welcher Frostschäden entstehen können, natürlich grösser.

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