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Podcast Hospices de Salquenen

Im 13. Jh. kamen Johanniter nach Salgesch, wohl wegen des Weins. Hospices de Salquenen zeigen das Malteserkreuz.
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Diego Mathier

6. Januar 2025 - 7 min Lesezeit

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Das Wichtigste in Kürze

  • Johanniter in Salgesch: Seit dem 13. Jahrhundert prägt der Orden das Dorf – das Malteser Kreuz ist bis heute das Wappen.

  • Hospiz für Reisende: Das „Hospices de Salquenen“ bot Pilgern Schutz, Unterkunft, Verpflegung und Pflege – lange vor Hotels.

  • Unterstützung durch Wein: Einheimische Winzer lieferten Wein, der in Holzfässern gelagert wurde, um erschöpfte Reisende zu stärken, da das Brunnenwasser unsicher war.

  • Renommierter Wein: Der Wein von Salgesch wurde bald über die Simplon-Region hinaus für seine Qualität und gesundheitsfördernde Wirkung bekannt.

Weinlinie Hospices de Salquenen – Weingeschichte

Am Anfang des 13 Jahrhunderts kamen die Johanniter nach Salgesch – vermutlich wegen des feinen Weines. Noch heute trägt unsere Gemeinde stolz das Malteser Kreuz als Wappen.

Wie es der Ordenszweck wollte, haben die Geistlichen eine Herberge errichtet, in welcher die Pilger und Reisenden Schutz, Unterkunft und Verpflegung fanden. Das Hospices de Salquenen. Lange bevor die ersten Hotels ihre Türen öffneten, haben die Johanniter schon damals vorbildliche Gastfreundschaft bewiesen. Jeder war Willkommen in ihrer Bleibe und im Spital wurden Kranke bis zur Genesung gepflegt.

Wegen der geschichtlichen Entwicklung hat die Reisetätigkeit über den Alpen laufend zugenommen. Daher haben sich die Johanniter gezwungen gesehen weitere, vergleichbare Zweigniederlassungen zu errichten, um allen Bedürftigen warme Fürsorge bieten zu können. Dieses Hospiz auf der Passhöhe wird noch heute mit der selben Nächstenliebe wie damals von den Ordensbrüder betrieben. Die Tugend der Johanniter, die unerschöpfliche Gastlichkeit, pflegen die Salgescher auch heute noch im Weindorf.

Der Orden konnte mit gütigen Schenkungen der Bevölkerung ritterliche Leistungen vollbringen. Die Salgescher Winzer unterstützen ihrerseits die wohltätigen Ordensbrüder mit der Abgabe von Wein. Diese edle Tropfen haben die Geistlichen in einem grossen Holzfass im kühlen Keller vom Hospiz gesammelt. Zu dieser Zeit war nämlich das Wasser im Dorfbrunnen von unzureichender Qualität und enthielt viele krankmachende Keime. Aus diesem Grund haben die Johanniter auf den reinen Wein vertraut um die erschöpften Reisenden wieder zu stärken. Schon bald war die Güte dieses Weines über den ganzen Simplon bekannt.

Zum Wohl, viel Spass beim Geniessen und bis zur nächsten Flasche.

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