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Polyphenole

Im Wein prägen Polyphenole Farbe, Geschmack, Textur und Gesundheit, sie stammen aus den Trauben und werden extrahiert.
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Diego Mathier

6. Januar 2025 - 7 min Lesezeit

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Polyphenole - Mehrere mit roter Flüssigkeit gefüllte Reagenzgläser in einem Labor

Das Wichtigste in Kürze

  • Haupttypen von Polyphenolen im Wein: Flavonoide (für Farbe), Phenolsäuren (für Säure, fruchtige und würzige Aromen, antioxidativ) und Tannine (für Bitterkeit, Adstringenz und Struktur, vor allem in Rotwein).

  • Funktion im Wein: Bestimmen Farbe, Aroma, Geschmack, Textur und sensorische Komplexität; Tannine können mit der Zeit reifen und den Wein weicher machen.

  • Gesundheitliche Vorteile: Wirken als starke Antioxidantien, schützen Zellen vor freien Radikalen, können Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen und bestimmte Krebsarten reduzieren.

  • Einflussfaktoren auf Polyphenolgehalt: Rebsorte, Anbaugebiet, Reifezeit, Kelterverfahren, Kontakt mit Schalen während der Gärung und Lagerung (z. B. Eichenfässer) beeinflussen Konzentration und Profil.

Polyphenole sind eine vielfältige Gruppe von chemischen Verbindungen, die in Wein vorkommen und für seine Farbe, den Geschmack, die Textur und die gesundheitlichen Eigenschaften verantwortlich sind. Sie sind natürliche Bestandteile der Trauben und werden während des Weinherstellungsprozesses extrahiert.

Im Wein spielen Polyphenole eine bedeutende Rolle für die Aromatik und die sensorische Komplexität. Sie sind in den Schalen, Kernen und Stielen der Trauben vorhanden. Zu den Haupttypen von Polyphenolen im Wein gehören Flavonoide, Phenolsäuren und Tannine.

Flavonoide sind für die Farbe des Weins verantwortlich. Sie umfassen Anthocyane, die rote und blaue Pigmente erzeugen, sowie Flavonole, die für gelbe und grüne Farbtöne sorgen. Die Konzentration und Art der Flavonoide bestimmen die Farbintensität und Nuancen des Weins.

Polyphenolen - Nahaufnahme von Weintrauben, Darstellung von Flavonoiden

Phenolsäuren tragen zur Säure des Weins bei und sind für seine fruchtigen und würzigen Aromen verantwortlich. Sie haben auch antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen können, den Wein vor oxidativen Schäden zu schützen.

Tannine sind eine spezielle Art von Polyphenolen, die dem Wein Bitterkeit, Adstringenz und Struktur verleihen. Sie kommen hauptsächlich in Rotweinen vor, da sie während der Maischegärung aus den Traubenschalen extrahiert werden. Tannine können im Laufe der Zeit reifen und den Wein weicher machen.

Polyphenole im Wein haben auch gesundheitliche Vorteile. Sie wirken als starke Antioxidantien und können helfen, Zellschäden durch freie Radikale zu bekämpfen. Der regelmässige Konsum von Polyphenolen kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen und bestimmten Krebsarten reduzieren.

Die Konzentration und das Profil der Polyphenole im Wein können von verschiedenen Faktoren abhängen, wie der Rebsorte, dem Anbaugebiet, der Reifezeit, dem Kelterverfahren und der Lagerung. Ein längerer Kontakt mit den Schalen während der Gärung oder eine Reifung in Eichenfässern können die Polyphenolkonzentration erhöhen.

Polyphenole tragen massgeblich zur Qualität und den sensorischen Eigenschaften von Wein bei. Sie verleihen ihm Farbe, Aroma, Geschmack und Struktur. Gleichzeitig bieten sie gesundheitliche Vorteile und machen Wein zu einem vielseitigen und faszinierenden Getränk.

Polyphenolen - Weinfässer in Keller, Lagerung von Wein

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