Belalp

Belalp – der magische Ort, wo die Hexen ihr Unwesen treiben

Die Belalp ist eine autofreie Feriendestination auf 2094m Höhe. Sie liegt am Fusse des Grossen Aletschgletschers und gehört zum UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Sommer wie Winter ist sie ein magisches Ausflugsziel für Gross und klein, und dass nicht nur, weil die Belalp weit über die Kantonsgrenzen hinaus für Ihren berüchtigten Hexen-Event berühmt ist.

Belalp im Sommer

Ob Canyoning in der spektakulären Massaschlucht, Klettern, Trottibike-Vergnügen, Bike fahren oder Wandern am Fusse des längten Gletschers Europas – auf der Belalp kommt garantiert keine Langeweile auf. Besonders eindrücklich sind die Wanderungen entlang historischer Suonen auf dem Massaweg hochoberhalb der gleichnamigen Schlucht. Oder man begibt sich auf den Aletsch-Panoramaweg. Dank der neuen Hängebrücke, welche sich an der Stelle befindet, wo man vor der Gletscherschmelze den Aletschgletscher sogar noch zu Fuss überquerte, gelangt man binnen fünf Stunden auf einer magischen Wanderung bis hinauf zur benachbarten Riederalp. Und wem es im Sommer unten im Rhonetal mal zu heiss wird, der kann auf 2171m ü. M. im Lüsgersee vor atemberaubender Alpenkulisse ein erfrischendes Bad nehmen. Der See liegt keine 15 Minuten von der Bergstation der Pendelbahn entfernt und ist einfach zu erreichen.

Belalp im Winter

Das Snowboard- und Skigebiet der Belalp gilt nicht zuletzt dank viel Sonne, Schneesicherheit und Weitläufigkeit als echter Geheimtipp im Wallis. Mit seinen rund 60km Skipisten zählt es zudem zu den grössten im Oberwallis. Von 3112m ü. M. bis hinunter ins Dorf Blatten auf 1300m ü. M. werden auf einer Länge von 12km nicht weniger als 1800 Höhenmeter zurückgelegt, zauberhafte Panoramen auf die Walliser Alpen inklusive. Nicht weniger magisch geht es auf der Belalp jeweils Ende Januar zu. Die Belalp Hexe ist ein berühmtes Schweizer Volks-Skirennen, welche seit 1983 Jahr für Jahr 1500 Teilnehmer und unzählige Besucher in den Bann zieht. Ob als Einzelfahrer oder in Gruppen, wenn markdurchdringendes Geschrei und grauenhaftes Gekicher von den schneebedeckten Bergwänden widerhallt und beim Besucher die Nackenhaare aufstellen lässt, dann dauert es nicht mehr lange, bis die mit grünen Köpfen und krummen Nasen kunstvoll verkleideten Hexengestalten über die Skipiste herangeflogen kommen. Den Besen für einmal in den Schnee gesteckt, bieten Sie den Besuchern dann oftmals allerlei Wundersames an Speis und Trank aus den mitgeführten Rucksäcken an.

Der Anlass, mit dem Kultur und Brauchtum gepflegt werden, geht dabei auf eine Sage zurück, wonach im Hegdorn, im Natischerberg, einst eine Hexe lebte, die mit einem braven verheiratet war. Dieser Hexe wurde nachgesagt, dass sie in Birgisch einen Stridel, also einen Liebhaber hatte. Da Birgisch ein rechtes Stück entfernt lag, war guter Rat teuer, wie sich die beiden möglichst häufig sehen konnten. Und so kam es, dass sich die Hexe ihre dunklen Kräfte zu Nutze machte, indem sie den Jüngling und sich selber in schwarze Raben verwandelte, um miteinander durch die Lüfte fliegen und die Zweisamkeit geniessen zu können. Dies geschah reichlich oft, und so sah man die beiden bei jeder sich bietenden Gelegenheit wild auf- und abfliegen. Aber die Erfüllung der Liebschaft war dies natürlich nicht, und so verwundert es kaum, dass die Hexe unter solchen Umständen ihren frommen Mann sehr hasste. Gleichwohl konnte Sie ihm aber nie etwas zu Leide tun. Da geschah es, dass sich die Hexe eines Tages in Aletsch, wo sie auch ein zu Hause hatte, ein feines Süppchen kochen wollte. Allein, es fehlte ihr noch an frischem Knoblauch und so eilte sie schnell nach Naters hinab, wo sie sich das nötige Kraut aus einem der Gärten holte. Auf dem Weg zurück passierte sie Blatten unterhalb der Belalp, wo sie ihren verhassten Ehemann erblickte, wie er gerade im Begriff war, auf einem Baum schwarze Kirschen zu lesen. Flugs verwandelte sie sich in einen Raben, liess sich auf der Spitze des Baumes nieder und sandte ihrem aufblickenden Manne Kot in die Augen herab. Der Arme stürzte blind vom Baum herab und starb. Die Hexe aber setzte ihren Weg nach Aletsch fort als sei nichts geschehen und kochte sich in aller Gemütsruhe ihr Süppchen. Dies war denn der hiesigen Obrigkeit doch zu viel des Guten. Man liess die Hexe einfangen und klagte sie sowohl für ihre Verwandlungskünste als auch für den Mord an ihrem treuen Ehemann an. Es ist davon auszugehen, dass Sie auf der Folter all ihre Verbrechen gestand, jedenfalls wurde sie nach dem damalig gelten Strafrecht zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Die Stelle jedoch, wo der arme Tropf von Mann vom Kirschbaum stürzte und elendig zu Tode kam, soll im Zielgebiet der heutigen Belalp Hexenabfahrt liegen.

Anreise

Von unserem BnB Vino Veritas in Salgesch fahren Sie Richtung Osten nach Susten. Dort folgen Sie der Ausschilderung Richtung Autobahn A9 nach Visp/Brig. Nach rund 35 Minuten Fahrtzeit passieren Sie Brig und fahren nach Naters weiter. In Naters folgen Sie der Ausschilderung Richtung Blatten/Belalp. Die Gesamtfahrtzeit von Salgesch beträgt rund 45 Minuten.

Bilder: ©Valais Wallis Promotion - Pascal Gertschen
Bild Hexenabfahrt: ©Valais Wallis Promotion

FAQ:

Wie heisst das berühmte Schweizer Volks-Skirennen?

Die Belalphexe ist zusammen mit der Allalinabfahrt in Saas-Fee und dem Inferno-Rennen in Mürren eines der drei grossen Schweizer Volks-Skirennen.

Wofür ist die Belalp bekannt?

Die Belalp zählt zu den Geheimtipps der Walliser Skigebiete. Dank viel Sonne, Schneesicherheit und einem weitläufigen Wintersportgebiet besuchen auch die Einheimischen gerne die Belalp.

Wie heisst die berühmte Schlucht, in der Canynoning angeboten wird?

Der Name der Schlucht lautet Massaschlucht. Sie ist mehr als 6km lang, in ihr liegt auch die Staumauer Gebidem. Die Höhendifferenz der Schlucht, welche über Jahrtausende hinweg entstanden ist, beträgt insgesamt 600 Meter.