Visperterminen

Heidadorf Visperterminen – Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen

Auf knapp 1400m ü. M. thront Visperterminen über dem Rhonetal. Es ist bekannt für seine Rebberge, die auf kurzen Terrassen mit Wärme speichernden Trockensteinmauern bis auf 1100m hinauf reichen und dem Dorf somit das Attribut der höchsten Weinberge Europas verleiht.

Aber das Kleinod Visperterminen bietet dem Besucher noch viel mehr. Der charmante, historische Dorfkern lädt zu einer Reise in die Vergangenheit ein und vermittelt dem Besucher nicht zuletzt dank des Wohnmuseums einen guten Eindruck über das karge und harte Leben von einst in den Bergdörfern.

Visperterminen im Winter

Ein kleines aber feines Wintersportgebiet mit besonders familienfreundlichen Preisen und 20km Skipisten (blau und rot) auf dem Giw (1976m ü. M.) und hinauf bis aufs Rothorn auf 2338m ü. M. verspricht kurzweiliges Snowboard- und Skivergnügen. Eine Schlittelpiste sowie ein 15km grosses Winterwanderwegnetz aber auch der einzigartige Schneeschuh-Themenweg «Spuren im Schnee» runden das Outdoor-Freizeitangebot im Winter ab.

Visperterminen im Sommer

Im Sommer und Herbst ist Visperterminen ein wahres Paradies für Wanderer. Hier in den Bergen wartet eine ursprüngliche, wild-romantische Landschaft mit klaren Bergseen, die zum erfrischenden Sprung ins kühle Nass einladen. Ob in den Bergen auf einer Wanderung durch das mystische Nanztal, der Sommeralpe für die Kühe und Schafe der Bauern aus Visperterminen, oder ob bei einer Wanderung entlang der Suonen. Der Wanderer wird mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Viertausender Gipfel der Walliser und Berner Alpen belohnt.

Die Suonen, auch Wasserleiten genannt, gibt es im Kanton Wallis bereits seit dem 14. Jahrhundert und gelten als Meilensteine in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Wallis. Erfunden und gebaut wurden sie, um die Rebberge aber auch die Felder zu bewässern und dadurch dem Vieh das Futter zu sichern. In und um Visperterminen herum laden gleich drei verschiedene Suonen zum Wandern ein.

Suonenwanderungen

Die Suonenwanderung Beitra ist mit 5,5km die kürzeste der drei Suonenwanderungen in Visperterminen. Sie beginnt auf dem zentralen Herrenviertelplatz im historischen Dorfteil von Visperterminen, von wo aus man sich zunächst Richtung Kirche orientiert. Anschliessend folgt man dem Wegweiser mit dem grünen Aufkleber «Suone Beitra», welche von Anfang April bis Ende September Wasser führt. Die Wanderung führt im weiteren Verlauf Richtung Birch, einem kleinen Weiler, der ausserhalb von Visperterminen gelegen ist. Hier, wo die ehemalige Kornkammer des Vispertals liegt, geht es anschliessend an zahlreichen alten Walliser Stadeln und den für die Region typischen Trockensteinmauern wieder zurück Richtung Visperterminen.

Wer höher hinaus möchte, dem sei die dritte und längste Suonenwanderung ans Herz gelegt. Die Suonenwanderung Heido ist eine Alpenpasswanderung, bei der Sie zunächst mit der Bergbahn zum Giw auf 2000m ü. M hinauffahren. Wer möchte, kann auf dem Weg hoch auf den Berg bei einem Hörspiel einer der brühmtesten Sagen von ganz Visperterminen lauschen. Die Sage «Das Hufeisen und die Haarflechte», welche bis zum heutigen Tag noch in der Waldkapelle oberhalb des Dorfes kostenfrei besichtigt werden kann, ist für ein kleines Entgelt als Hörspiel erhältlich. Oben auf dem Giw angelangt folgen Sie der Ausschilderung Richtung Gebidempass. Sobald Sie diesen überquert haben, ist man bereits im Nanztal angelangt. Dieses Tal ist nahezu nur fussläufig zu erreichen und hat sich dank der abgeschiedenen Lage seinen ursprünglichen, wunderschönen Charakter bewahrt. Hier folgen Sie der alten Wasserleite «Heido», in der von Anfang Juni bis Mitte Oktober Wasser geführt wird. Sobald Sie das «Obere Fulmoos» durchquert haben, laufen Sie auf der Gegenseite des Tales zurück bis zum Bistinenpass. Haben Sie diesen überquert, ist das Tagesziel mit seinem mächtigen Steinadler bereits in Sichtweite: der Simplonpass. Von hier bringt Sie das Postauto wieder zurück ins Rhonetal nach Brig. Diese Wanderung ist ein Ganztagesausflug und sollte entsprechend früh morgens gestartet werden. Allein die Wanderung erstreckt sich über knapp 18km, als Wegezeit sind 5,5 Stunden ausgewiesen bei mittlerer Kondition und mittlerer Technik.

Wandern Sie zuerst von Giw aus in Richtung Gebidempass. Nach Überquerung dieses Passes befinden Sie sich schon im Nanztal, einem wunderschönen, abgelegenen Tal, welches fast nur zu Fuss erreicht werden kann. Im Nanztal folgen Sie dem «Heido», einer alten Wasserfuhre, welche zur Bewässerung verwendet wird und von Anfang Juni bis Mitte Oktober Wasser führt.

Danach passieren Sie das «Obere Fulmoos» und laufen auf der Gegenseite des Tals zurück, bis Sie zum Bistinenpass gelangen. Nach Überquerung dieses Passes ist das Ziel schon in Sichtweite; der Simplonpass.

Anreise

Von unserem BnB Vino Veritas in Salgesch fahren Sie Richtung Osten nach Susten. Dort folgen Sie der Ausschilderung Richtung Autobahn A9 nach Visp/Brig. In Visp folgen Sie der Ausschilderung Spital und Visperterminen und fahren im entsprechenden Kreisverkehr rechts ab. Die Strasse bringt Sie in der Folge hinauf bis nach Visperterminen. Die Gesamtfahrtzeit von Salgesch beträgt rund 40 Minuten.

Wer ohne Auto anreisen möchte, der muss etwas mehr Fahrtzeit einplanen. Rund 70 Minuten braucht es für die Strecke. Zunächst nehmen Sie den Zug nach Visp und steigen dort um in das Postauto, welches Sie nach Visperterminen hinauffährt.

Bilder: © Heidadorf Visperterminen

FAQ:

Wie gross ist das Skigebiet in Visperterminen?

Das Skigebiet in Visperterminen bietet 20km präparierte Pisten, davon sind 6km blaue Piste, 13km rote Piste und 2km schwarze Piste.

Wofür ist Visperterminen bekannt?

Visperterminen ist bekannt als Heidadorf mit den höchsten Rebbergen Europas, welche auf kurzen Terrassen mit Wärme speichernden Trockensteinmauern bis auf 1100m ü. M. hinauf reichen.

Wie heisst die Sommeralpe von Visperterminen?

Im ursprünglichen und wunderschönen Nanztal, welches nahezu nur fussläufig erreicht werden kann, weiden im Sommer die Schafe und Kühe der Bauern aus Visperterminen. Auf der Wanderung entlang der Suone Heido durchquert der Wanderer das Nanztal auf seinem Weg zum Tagesziel, dem Simplonpass.