Die Weinernte 2026 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Bereits am 25. August 2026 fiel in Salgesch der Startschuss zur diesjährigen Weinlese – so früh wie noch nie zuvor. Bereits im September konnten die letzten Trauben eingebracht werden. Doch nicht nur der frühe Zeitpunkt macht diesen Jahrgang aussergewöhnlich. Auch die Qualität der Trauben lässt uns mit grosser Zuversicht auf die Weine des Jahrgangs 2026 blicken.
Ein heisser Sommer mit Wasser zur richtigen Zeit
Der Sommer 2026 war geprägt von hohen Temperaturen und Trockenheit. Im Gegensatz zu anderen Weinregionen der Schweiz erhielt das Wallis jedoch immer wieder etwas Niederschlag, was der Entwicklung der Trauben sehr zugutekam. Darin liegt auch ein wichtiger Unterschied zum Rekordsommer 2003.
Eine entscheidende Rolle spielt zudem die Rhône als Lebensader des Wallis. Dank ihres Wassers und einer gezielten, ressourcenschonenden Tröpfchenbewässerung konnten die Reben auch während längerer Trockenperioden optimal versorgt werden. Das Resultat: volle und saftige Beeren trotz des heissen Sommers.
Rekordwerte und ideale Bedingungen zur Ernte
Besonders erfreulich präsentierten sich die roten Rebsorten. Cornalin, Syrah und Cabernet Sauvignon erreichten rekordhohe Oechsle-Grade zwischen 105 und 108 Grad – verbunden mit einer bemerkenswert schönen Säure und intensiven Farbe.
Rechtzeitig zur Weinlese wurden zudem die Nächte in Salgesch deutlich kühler, während die Tage weiterhin warm blieben. Diese Temperaturunterschiede förderten die Entwicklung der Aromatik und halfen gleichzeitig dabei, die Frische in den Trauben zu bewahren.
Vielversprechender Jahrgang 2026
Nun beginnt im Keller die nächste entscheidende Phase. Die Voraussetzungen für den Jahrgang 2026 stimmen uns sehr zuversichtlich: reifes und saftiges Traubengut, hohe Oechsle-Werte, eine schöne Säure, intensive Farben und eine vielversprechende Aromatik.