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Grand Cru

Im Wallis bezeichnet Grand Cru Weine höchster Qualität, die nach strengen Anbau- und Herstellungsregeln entstehen.
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Diego Mathier

6. Januar 2025 - 7 min Lesezeit

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Weinglas mit Grand Cru Wein neben einer geöffneten Weinflasche auf einem Holztisch

Das Wichtigste in Kürze

  • 1982 wurden im Wallis 80 Millionen Liter Wein eingekellert, was zu massivem Preisverfall führte und die Einführung des Grand Cru in Salgesch auslöste.

  • Für den Grand Cru Salgesch (Pinot Noir) dürfen die Trauben nur aus definierten IP-Parzellen stammen; der Ertrag ist auf max. 0,8 kg Trauben pro m² bei mindestens 96° Öchsle begrenzt.

  • Aufzuckerung ist verboten, der Einsatz von schwefliger Säure stark beschränkt, Barrique-Ausbau ist untersagt.

  • Vor der Abfüllung ist eine mindestens 12-monatige Reifung sowie das Bestehen einer Degustation mit mindestens 18 von 20 Punkten Pflicht.

  • Einzelne Spitzenwinzer (z.B. für den „Pinot Noir de Salquenen Réserve de la famille“) setzen noch strengere interne Vorgaben bezüglich Ertrag und notwendiger Degustationspunkte fest.

Der Ausdruck Grand Cru stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie «Grosses Gewächs». Während die verschiedenen Weinbaugebiete in Frankreich und in Deutschland diesen Begriff unterschiedlich interpretieren, versteht man im Kanton Wallis unter einem Grand Cru einen Wein von besonders hoher Qualität, für dessen Anbau und Herstellung strenge Vorgaben gelten.

Die Winzer des Weindorfs Salgesch waren die ersten, welche in der Schweiz einen Grand Cru ins Leben gerufen haben. Einmal mehr war die vorausgegangene geschichtliche Entwicklung ausschlaggebend. Denn nachdem im Jahr 1982 sage und schreibe 80 Millionen Liter Wein allein im Wallis eingekellert worden waren, folgte der Preisverfall quasi auf dem Fusse und zahlreiche Winzer des grössten Schweizer Weinbaukantons standen vor dem Aus.

Weindorf Salgesch mit Rebbergen im Wallis, Herkunft von Grand Cru Weinen
Bildquelle: ©Switzerland Tourism Tina Sturzenegger

Und so beschlossen die Salgescher Winzer kurzerhand die Flucht nach vorne und lancierten für ihren besten Hengst im Stall, die Pinot Noir Traube, den Grand Cru Salgesch. Gekoppelt an strenge Vorschriften wurde ab diesem Zeitpunkt konsequent auf Qualität gesetzt. So dürfen bis heute für diesen Wein die Trauben nur aus bestimmten Parzellen aus der integrierten Produktion (IP) stammen. Ausserdem ist festgelegt, dass der Ertrag höchstens 0,8kg Trauben (mit mindestens 96 Grad Öchsle) pro Quadratmeter Rebfläche betragen darf. Hinzukommt, dass die so genannte Aufzuckerung untersagt und der Einsatz von schwefliger Säure stark beschränkt sowie der Ausbau in Barriquefässern untersagt ist. Bevor der Wein nach einer mindestens 12 Monate langen Reifung mit dem Label Grand Cru abgefüllt werden darf, muss er vor den kritischen Gaumen einer Verkostungsjury mit mindestens 18 von 20 Punkten bestehen.

Und obschon die Auflagen für diesen Grand Cru bereits als äusserst streng gelten, hat sich der besten Schweizer Winzer des Jahrzehnts, Diego Mathier, für den Pinot Noir de Salquenen Réserve de la famille noch deutlich strengere Richtlinien gesetzt. So ist die geerntete Traubenmenge seines Grand Crus noch geringer und die notwendige Punktzahl bei der Degustation soll noch höher sein als beim Grand Cru de Salquenen.

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